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TablEdit Tablature Editor

 
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Dynamik  
 
Nach Phrasierung (Dauer der Töne) ist Dynamik das bedeutendste Element jeder annähernd naturgetreuen Wiedergabe. Keiner spielt jeden Ton mit exakt derselben Anschlagsstärke. Die Dynamik-Funktion regelt die Lautstärke jedes Tons.  
 
TablEdit bietet die Dynamik Werkzeugleiste mit acht verschiedenen Einstellungen von fff (forte-fortissimo, sehr laut) bis ppp (piano-pianissimo, sehr leise). Das Programm startet mit der Einstellung, die man beim letzten Mal gewählt hat. Die beiden leisesten, ppp und pp klingen schon sehr zart; normalerweise reicht p, und auch das sollte eher sparsam zum Einsatz kommen.  
 
Sie aktivieren die Palette wie die anderen auch im Menü {Ansicht | Werkzeugleisten}. Als Standard-Level klicken Sie am besten auf f oder mf (forte oder mezzo-forte, das ist halbstark), bevor Sie mit der Noteneingabe anfangen, es sei denn, das Stück schreibt es anders vor. Normalerweise können Sie so am besten variieren.  
Ganz gleich, ob Sie nach Gefühl arbeiten oder eine Werktreue realisieren möchten, folgende Tipps könnten Ihnen dienlich sein:  
 
· Akkorde von vier bis sechs Tönen sollten eine Stufe niedriger kommen, da sie eh lauter sind  
 
· Flageolett sollte zwei Stufen leiser eingestellt werden, um einen glockenartigen Klang zu erzielen  
 
· Schlussakkorde sollten Sie nicht vergessen lauter zu machen wie im wirklichen Leben, vielleicht verbunden mit einem Crescendo (s.u.).  
 
Zu Beginn Ihrer TablEdit-Karriere kümmern Sie sich wahrscheinlich gar nicht um Dynamik. O.K., das ist Stufe 1. Manche bleiben darauf stehen. Der Sound ist dann etwas öde.  
 
Stufe 2 wäre der gelegentliche Gebrauch der Dynamik-Befehle an Stellen, die vom Standard-Level abweichen sollen, so, wie man es in fast allen Bearbeitungen klassischer Stücke vorfindet. Bei Folk-, Rock- etc. Tabulaturen hat man so was eher selten; es ist aber für einen anständigen Wiedergabe-Sound absolut unerlässlich, wenigstens Schwerpunkte zu setzen. Beachten Sie bitte, dass die kleinen Dynamik-Marker „ ^ „ und „ > „ nur für die Note gelten, über der sie stehen, wobei „ > „ etwa ein Level und „ ^ „ etwa zwei Level höher bedeutet.  
 
Dritte und höchste Stufe der Dynamisierung ist die jeder einzelnen Note. Da haben Sie natürlich zu tun, aber hören Sie doch als Beispiel Bruce Mock`s Bearbeitung von Jonathan Burchfields Version von „No One Ever Cared For Me Like Jesus" (no_one.tab) zu finden im TablEdit-Archiv unter Gospel.  
 
Crescendo und Diminuendo  
 
Nutzen Sie diese Funktion um weiche Übergänge zwischen Bereichen mit unterschiedlicher Dynamik zu erzeugen.  
 
Diese beiden Effekte schaffen sanfte Übergänge zwischen leiseren und lauteren Passagen und ermöglichen, besteimmte Stellen zu betonen. Die Platzierung ist hier alles. Viele machen das falsch. Dort, wo ein Crescendo/Diminuendo gesetzt ist, darf keine zusätzliche Änderung des Dynamik-Levels eingegeben werden. Die erste Note nach dem Marker bestimmt die Amplitude des Lautstärkewechsels.  
 
Zum Beispiel hat die erste Note innerhalb des Crescendos das allgemeine Lautstärkelevel, und die folgenden Noten werden allmählich lauter bis zum Ende. Danach erklingen die Töne natürlich wieder in der ursprünglichen Lautstärke. Beim Diminuendo ist es genau umgekehrt. Eine Änderung der Dynamik annulliert diesen Effekt völlig.  
 
Um ein Crescendo/Diminuendo einzugeben, platzieren Sie den Cursor auf die Anfangsnote, gehen über {Bearbeiten | Einfügen} zum Crescendo/Diminuendo Dialogfeld und bestimmen dort die gewünschte Dauer des Effektes (in Taktsechzehnteln).